CD - Kritik in crescendo 2/04 Seite 40

>9 Johannes Brahms: Klarinettentrio a-moll, Juon: Drei Triominiaturen, Kahn: Trio g-moll (Weltpremiere)

Die Begegnung mit dem Klarinettisten Richard Mühlfeld inspirierte Johannes Brahms zur Komposition seiner letzten Meisterwerke, angefangen mit diesem Trio für Klarinette, Cello und Klavier. Der Komponist wusste die Eigenschaften dieser Instrumente auszunutzen, allen voran die Bel-Can-to-Ader der Klarinette, der die schönsten Kantilenen anvertraut werden. Norbert Kaiser ist ein würdiger Nachfolger Mühlfelds, und Saoli Saito ist eine Pianistin wie prädestiniert für Kammermusik, weil sie zuhören kann. Der dritte im Bunde ist Francis Gouton, dessen Celloton die Ausdruckskraft eines Fischer-Dieskau besitzt. Juon und Kahn waren um die Jahrhundertwende an der Berliner Hochschule tätig. Beide sind dem Erbe Brahms' verpflichtet, ohne allerdings das Vorbild ganz zu erreichen. 
Trotzdem bietet die CD eine Fülle des Wohllauts, in bester Qualität aufgenommen.

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Trio Bornalie. HERA 02113 / Klassik Center Kassel