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Carl Maria von Weber Aufforderung zum Tanz, op. 65 Joseph Lanner Abendsterne, Walzer, op. 180 Gioacchino Rossini Arie der Cenerentola aus "La Cenerentola" Cruda sorte aus "Die Italienerin in Algier" Johann Strauss Sohn Tritsch-Tratsch-Polka, Polka schnell, op. 214 Ouvertüre der Operette "Die Fledermaus" Neuer Csárdás, aus der Operette "Die Fledermaus" Franz Lehár Meine Lippen, die küssen so heiß, aus "Giuditta"* Eduard Strauss Mit Chic, Polka schnell, op. 221 Doctrinen, Walzer, op. 79 Josef Strauss Die Libelle, Polka mazurka, op. 204 Vorwärts, Polka schnell, op. 127 Carl Michael Ziehrer Hab'ns a Idee!, Polka schnell, op. 403 Johann Strauss Sohn Wein, Weib und Gesang, Walzer, op. 333 |
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Eine Einführung zu den einzelnen Titeln der CD von Dr. Eduard Strauss |
Carl Maria von Weber (1786 – 1826): „Aufforderung zum Tanz“ op. 65 Orchesterfassung von Arthur Kulling nach Hector Berlioz Sicher ist, dass die „Aufforderung zum Tanz“ von Carl Maria von Weber aus dem Jahr 1819 den Walzer quasi „salonfähig“ im wahrsten Sinne des Wortes gemacht hat, wenn auch die mancherorts geäußerte These, dies sei der erste, der „Urwalzer“ gewesen, so wohl nicht aufrecht erhalten werden kann. Der Wiener Walzer hat musikhistorisch und musiktheoretisch viele Väter. Joseph Lanner (1801 – 1843): „Abendsterne“ Walzer op. 180 Der am 11. April 1801 in
Wien geborene Joseph Lanner kann gemeinsam mit dem, zu seiner Zeit auch
schon „Walzerkönig“ genannten, Johann Strauss Vater als einer der
„Erfinder“ dessen angesehen werden, was wir heute unter dem „Wiener Walzer“
verstehen und lieben. Und wäre Lanner nicht schon am 14. April 1843
gestorben, hätte Johann Strauss Sohn es vermutlich nicht gewagt –
tatkräftig unterstützt von seiner Mutter Anna – sein Debüt
vorzubereiten, das dann am 15.10.1844 beim Dommayer in Hietzing stattfinden
sollte, sicher mit dem Ziel vor Augen, den Platz des Stars Joseph Lanner
am „Himmel der Wiener Tanz- und Unterhaltungsmusiker“ einzunehmen!
Gioacchino Rossini (1792 – 1868):
Gerade als Johann Strauss Vater um 1828 seine ersten Walzer veröffentlichte, war Gioacchino Rossini mit seinen Opern wie „Cenerentola“ am Höhepunkt seiner Bekanntheit in der Donau-Metropole! Es herrschte in Wien ein wahrer „Rossini-Taumel“. Johann Strauss Sohn (1825 – 1899):
„Die Fledermaus“, die dritte
Operette von Johann Strauss Sohn, mit ihrer schwungvollen Ouvertüre
erzielte bereits am Premierenabend, dem 5. April 1874, einen vollen,
uneingeschränkten Erfolg. Darüber sind sich alle seriösen
Strauss-Forscher und neueren Strauss- Biographen heute einig. Die Operette
erlebte auch nach der Premiere immerhin 49 weitere Aufführungen en
suite. Nicht so sicher ist, ob die unbewiesene Überlieferung aufrecht
erhalten werden kann, wonach Strauss seine „Fledermaus“ - in engem Zusammenwirken
mit dem Theaterpraktiker Richard Genée - in einem Schaffensrausch
von nur „42 Tagen und Nächten“ komponiert haben soll. Selbst wenn
das für die Hauptteile gelten sollte, darf nicht übersehen werden,
dass an dem Werk zumindest vom Herbst 1873 bis hin zu den Proben und noch
während derselben im Februar 1874 gearbeitet wurde und Strauss selbst
noch bis dahin manches änderte und sorgfältig verbesserte. Da
der beliebten Mezzosopranistin Marie Renard die Höhenlage des berühmten
„Csárdás“ in der „Fledermaus“ zu anstrengend war, komponierte
Johann Strauss Sohn 1897 für sie einen „Neuen Csárdás“.
Am 2. Februar 1869 wurde ein Chorwalzer von
Johann Strauss Sohn vom illustren und für das Wiener Kulturleben des
19. Jahrhunderts höchst bedeutenden „Wiener Männergesang-Verein“
uraufgeführt.
Eduard Strauss (1835 – 1916):
Mein leider oft etwas vernachlässigter Urgroßvater Eduard Strauss wird manchmal der Meister der Schnellpolka genannt. Eine davon ist die am 4. 11. 1883 im Wiener Musikverein uraufgeführte Polka „Mit Chic“. Dass es unter seinen über 300 Kompositionen aber auch meisterliche Walzer gibt, beweisen die „Doctrinen“ („Lehrsätze“), ein Walzer komponiert für den Juristenball im Fasching 1872, eindrucksvoll! Eduard war damals längst der alleinige Leiter des Strauss’schen Orchesters, denn Bruder Josef war tot und Bruder Johann widmete sich vornehmlich der Komposition von Operetten! Franz Lehár (1870 – 1948) :
Franz Lehár ist unbestritten einer der Meister der sogenannten „silbernen“ Operettenära. Die Operette „Giuditta“, die Anfang 1934 herauskam, zählt zu Lehárs Spätwerken. Ein weltberühmter Schlager daraus ist das Lied „Meine Lippen die küssen so heiß“. Josef Strauss (1827 – 1870):
Mein Urgroßonkel Josef
Strauss, der zwei Jahre jüngere Bruder des Johann Strauss Sohn, lebte
nicht ganz 43 Jahre und wollte zunächst gar nicht Musiker werden,
sondern Techniker! Erst 1853, kurz vor seinem 26. Geburtstag, zwangen ihn
die Umstände und wohl auch die energische Mutter Anna dazu, für
den erkrankten Bruder Johann einzuspringen und das Familienunternehmen
zu erhalten. Er tat dies zunächst widerwillig. Später etablierte
auch er sich als Komponist von Tanzmusik im Wien des 19. Jahrhunderts.
Aber er stand sein ganzes 17 Jahre kurzes Künstlerleben lang und wohl
auch heute im Schatten seines berühmteren Bruders Johann. Der sagte
selbst einmal über Josef: „Pepi ist der begabtere, ich bin halt populärer!“
Josef Strauss begeistert immer wieder mit seinen erstaunlich „beobachtenden“
Kompositionen, wie zum Beispiel mit der 1866 entstandenen Tondichtung im
Stile einer Polka mazurka „Die Libelle“. Hier wird im Leitmotiv der Libellenflug
wunderbar akustisch nachempfunden.
Gaetano Donizetti (1797 – 1848) :
Carl Michael Ziehrer (1843 – 1922) : „Hab’ns
a Idee!“ Polka schnell op. 403
Dr. Eduard Strauss
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