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Neuerscheinung die 9. CD des Ensembles "Alles Walzer! ...oder was? anlässlich des 40 jährigen Jubiläums
Bestellnummer HERA02009 Vertrieb: jpc.de
Die CDs des Alt-Wiener Strauss-Ensembles
exclusiv bei Edition HERA
(auch als Geschenk / Werbegeschenke)
Sie können (z.B. per E-mail) auch direkt bestellen bei: M&V-Verlag, Augustenstr.46, 70178 Stuttgart Einzelexemplare je CD Euro 18,-- zuzüglich Versandkosten, bei größeren Stückzahlen oder Sonderpressung reduzieren sich die Preise je nach Auflage.
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Alle Titel
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Johann Strauss Sohn hat neben seinen
zahlreichen Operetten und Tänzen, Modeströmungen folgend, bei Bedarf auch andere
Kompositionen geschrieben. Zwischen 1856 und 1869 gastierte er in den
Sommermonaten mehrmals in Russland, wo sich musikalische Romanzen einer
besonderen Beliebtheit erfreuten. Um dieser Vorliebe des russischen Publikums
entgegenzukommen, komponierte Strauss mindestens drei Romanzen für Cello und
Orchester. Die 1860 entstandene sogenannte Zweite Romanze in g-Moll, op.
255, interpretiert Jan Pas auf der vorliegenden Aufnahme mit wundervollem
Timbre. Iosif (auch Ion oder Josef) Ivanovici
(1845 – 1902) war ein rumänischer Militärkapellmeister und Komponist. Von den
350 Tänzen und Märschen wurde allerdings nur sein Konzertwalzer
Donauwellen (Valurile Dunarii) so bekannt, dass er sich bis heute großer
Popularität erfreut. Ivanovici hatte ihn 1880 einer jungen Dame namens Sarah
Fried aus Lugoj gewidmet und auf dem Umschlag der Komposition in deutscher
Sprache notiert: „Donau Wellen Walzer von Josef Ivanovics, gewidmet und
geschrieben für Fräulein Sarah Fried.“ Die Widmung des Johann Strauss Sohn lieferte mit dem Banditengalopp,
op. 378, den von seinen Kritikern eingeforderten Schlager zu der im
Januar 1877 uraufgeführten komischen Operette „Prinz Methusalem“. Die
Melodien dieser spritzigen, rasant-charmanten Schnellpolka sind
zusammengestellt aus einem Duett mit Chor zu dem Text: "In der Stille,
ganz verstohl’n, werden wir die Schätze hol’n" und Motiven aus dem
Finale des ersten Aktes. Der Titel der Schnellpolka ergab sich für den
Verleger quasi von selbst, da im Bühnenwerk ein Bandit die entscheidende
Melodie anstimmte. 1813 erhielt der 21jährige Gioacchino
Rossini (1792-1868) den Auftrag des Teatro San Benedetto in Venedig, eine
abendfüllende komische Oper zu komponieren. Mit Angelo Anellis bereits 1808
von Luigi Mosca vertontem Libretto „L'italiana in Algeri“ griff Rossini auf
einen Stoff zurück, der einerseits von der exotischen Legende der Roxelane,
Lieblingssklavin des osmanischen Sultans Soliman II., inspiriert,
andererseits noch stark an den Traditionen und Figuren der Commedia dell'arte
orientiert war. Rossini strickte aus der Geschichte um die emanzipierte
Italienerin eine temporeiche 2-aktige Komödie mit viel Situationskomik,
burlesken Höhepunkten und pulsierendem musikalischem Esprit. Ihren Ruhm
verdankt die Italienerin in Algier unter anderem der pfiffigen Ouvertüre,
die Klaus Kulling für die Besetzung des Alt-Wiener Strauss-Ensembles
arrangiert hat. Der Rosenkavalier-Walzer, op. 59, zusammengestellt
von O. Singer nach Motiven der gleichnamigen Oper von Richard Strauss
(1864-1949), erklingt auf der vorliegenden Aufnahme im unvergleichlich
innigen Arrangement Arthur Kullings. Eine seiner Wurzeln hat dieser
unsterbliche Walzer im herrlich weit schwingenden Walzer „Dynamiden (Geheime
Anziehungskräfte)“, den Josef Strauss für den Industriellenball in Wien am
30. Januar 1865 komponiert hatte. Richard Strauss hat - wahrscheinlich
durchaus bewusst - gerade das erste Thema des ersten Walzers der „Dynamiden“
in der Walzerfolge seiner Oper „Rosenkavalier“, der „wienerischsten aller
Komödien“, zitiert. Wer könnte sich dem Charme und dem mitreißenden Elan
dieser zauberhaften Melodien entziehen? Die Polka schnell Im Sturmschritt, op.
348, arrangierte Johann Strauss Sohn nach Motiven seiner ersten Operette
„Indigo und die vierzig Räuber“ aus dem Jahr 1871. Diese damals üblichen und
auch mit den Verlegern vereinbarten Arrangements aus den Operettenmotiven
förderte die Bekanntheit der Operetten und brachte Komponisten und Verlegern
mehr Geld. Uraufgeführt wurde die Schnellpolka durch Eduard Strauss bei einem
Fest am 19. Mai 1871 im kaiserlich-königlichen Volksgarten. Émile Waldteufel (eigentlich Charles Émile
Lévy, 1837 - 1915) stammt aus einer elsässischen Musikerfamilie. Er studierte
am Pariser Konservatorium Musik und war Vorspieler der Kaiserin Eugénie am
Hofe Napoléon III. Der Grundstein zu Waldteufels internationalem Ruhm wurde
im Oktober 1874 gelegt, als der damalige Prince of Wales und zukünftige
Edward VII seine Musik zum ersten Mal hörte und davon so begeistert war, dass
er den Komponisten unterstützte und dessen Melodien auch bei Staatsanlässen
im Buckingham Palace zu hören waren. Das bekannteste der über 250 Werke -
vorwiegend Walzer – ist der 1882 aufgeführte Schlittschuhläufer-Walzer
(Les Patineurs, op. 183). Émile Waldteufels Musik ist dem Wiener Genre
zuzuordnen und wird oft mit der Strauss-Musik verglichen. Aus diesem Grund
soll er hier nicht fehlen. Der am 14. Februar 1860 uraufgeführte, den
Studenten der Technik gewidmete Walzer Accellerationen, op. 234, von
Johann Strauss Sohn ist eine jener Kompositionen, in denen sich die Brüder
Strauss mit der rasanten technischen Entwicklung des 19. Jahrhunderts
auseinandersetzten. Es wird berichtet, Johann Strauss habe den Walzer am Ende
einer Ballnacht auf der Rückseite einer Speisekarte notiert, weil ihn ein
Komiteemitglied des Technikerballes an den fälligen Widmungswalzer erinnert
habe. Dieses Gerücht hat Strauss selbst im Alter dementiert. Gesichert ist
allerdings, dass er Skizzenbücher führte, in denen er spontane Einfälle für
musikalische Motive festhielt, um sie oft viel später für Kompositionen zu
verwenden. Vielleicht hat er also den ersten genialen, das ganze Werk
prägenden Einfall, das unwiderstehliche, die mechanische Beschleunigung eines
Körpers nachempfindende Accelerando-Motiv, irgendwo rasch festgehalten, um
ihn später zum Walzer auszukomponieren. Der Seufzer Ein Seufzer lief Schlittschuh auf
nächtlichem Eis Der Seufzer dacht‘ an ein Maidelein
Leroy Anderson (1908-1975), Sohn
schwedischer Eltern, erhielt bereits in jungen Jahren eine fundierte
musikalische Ausbildung und studierte ab 1926 an der Harvard-Universität
Musiktheorie und Komposition. Bekannt wurde er durch seine kurzen,
originellen Konzertstücke, die er ab 1936 auf Anregung von Arthur Fiedler für
das Boston Pops Orchestra komponierte und zu denen auch das 1950 komponierte
Stück The Typewriter gehört. Von diesem witzigen, spritzigen kleinen
Werk, in dem eine Schreibmaschine als Soloinstrument dient, gibt es
zahlreiche Einspielungen. |
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