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Beschwingter Auftakt zum Neujahr in der Stadthalle Korntal
(vom7.1.99)
Ein wundervoller literarisch-musikalischer Auftakt zum
150. und 100. Gedenkjahr
von Vater und Sohn Johann Strauß wurde dem Publikum
zum Beginn des Jahres 1999
beschert. Wer anders, als das inzwischen weltweit bekannte
AltWiener Strauß-
Ensemble, unter der Leitung seines Gründers Arthur
Kulling, konnte die Gäste der
restlos ausverkauften Stadthalle Korntal in gute Stimmung
versetzen.
Musikalische Unterstützung erhielten die Musiker
des Württembergischen
Staatsorchesters Stuttgart von den Kollegen Alexander
M. Stachowiak, Tenor, dem
Kammersänger Michael Ebbecke, Bariton und der in
Oper, Operette und Musical
engagierten Sopranistin lsy Oren.
Mit Staatsschauspieler Wolfgang Höper erlebten die
Gäste literarische Höhepunkte
seiner humorvollen, aber auch besinnlich vorgetragenen
Zitate von Erich Kästner
und Johann Wolfgang von Goethe, die vornehmlich dem Jahresbeginn
gewidmet waren. Dazwischen zeitgenössische Berichte
über Vater und Sohn Strauß.
Auftakt des sehr bunten Programms war die Fledermaus-Ouvertüre
von Johann
Strauß, Vater. Die beiden nachfolgenden Stücke
kamen aus der musikalischen
Schatztruhe des berühmten ungarischen Komponisten
Emmerich Kalman, u.a. das
Duett für Sopran und Tenor "Tanzen möcht' ich"
aus " Die Csardasfürstin,
gesanglich und darstellerisch belebend interpretiert.
Mit einem, den Technikern
seiner Zeit von Johann Strauß gewidmeten " Accelerationen
-Walzer endete der
erste Teil des Konzerts. Nach der Pause führten
Arthur Kulling und sein Ensemble
die Zuhörer mit dem Marsch des einigen Deutschlands
von Vater Strauß in das Jahr
1948. Das Lied 11Ja, das Schreiben und das Lesen" aus
" Der Zigeunerbaron",
wurde vom Bariton Michael Ebbecke mit Wiener Akzent und
entsprechend humorigem
Flair vorgetragen und vom Publikum mit Schmunzeln gebührend
quittiert.
Alexander Stachowiak konnte mit " Freunde, das Leben
ist lebenswert" positiv zum
Neu-Jahres-gedanken beitragen.
Ebenso überzeugend sang der Tenor zusammen mit der
klangvollen Sopranstimme von
Isy Oren im Duett "Niemand liebt Dich so wie ich", aus
" Paganini", von Franz
Lehar. Mit dem musikalischen Scherz " Perpetuum mobile"
konnte das Ensemble
nochmals seine hohe technisch musikalische Qualität
beweisen und verabschiedete
sich mit Vater Strauß "Sommernachtsträume"
vom offiziellen Programm. Das
Publikum dankte mit rhythmischem Beifall.
Natürlich gab es vorbereitete Zugaben, die dank
des von Herrn Höper auf der
Bühne servierten Champagners sehr beschwingt daherkamen.
Mit einem Couplé aus
der "Fledermaus", dem "Radetzky-Marsch" und der " Auf
und davon"-Polka
verabschiedeten sich das Alt-Wiener Strauß-Ensemble
und die Gesangssolisten vom
Publikum.
GWK
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